Wie finde ich zur Kernaussage?

Was ist das Wesentliche? Bildhauerei – eine treffende Metapher im Hinblick auf die Kernbotschaft.
(Please scroll down for English version)

Schon vor Jahren hörte ich von Andreas Bornhäußer die Geschichte über Michelangelo: Dieser hatte zur Entstehung seiner Skulptur des „David“ gesagt, er habe einfach nur das Überflüssige vom Marmorblock weggehauen, um das eigentliche Bildnis des David zu zeigen. Buonarroti verstand seine Kunst folglich als eine Befreiung seiner Vision von all dem, was vom Wesentlichen ablenkt. — Und genau so sollte es auch mit Präsentationen sein. Überlegen Sie zu jedem Zeitpunkt: Was ist meine Kernaussage? Und ist diese Folie bzw. dieses Stichwort bzw. diese Ausführung wesentlicher Bestandteil dieser Kernaussage? Wenn nicht, dann ‚hauen‘ Sie sie weg.

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As question, so the answer.

Summary of yesterday’s entry „König Kunde!“ in English. German visitors to the blog please read the German version of 22 August.

„King Customer“ or „The Customer is King“ is a German idiom for ‚The Customer is always right‘. To summarize the blog entry in a simple sentence: As question, so the answer.
In a normal selling situation a good salesman will put positive opening questions to his customer in order to attract sympathy and trust from him. I claim that it’s a creative and instructive game to reverse roles, i.e. to lead a perfect sales conversation as a customer. This means, you choose to be a benign sovereign instead of acting the tyrant or absolutist customer/king: You’re the one seeking sympathy and trust from your subjects. To reign does mean to lead and direct people and – in this case – to lead and direct a successful conversation. The right questions are essential for this success.

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Koenig Kunde!?

Adel sitzt im Gemüte, nicht im Geblüte

These: Wer sich als König Kunde in seiner Rolle als Feudalherr, absolutistischer König oder gar Tyrann gefällt, darf sich nicht wundern, wenn die untertänigen Verkäufer zu den Beduinen der Servicewüste Deutschland werden.

Volker Remy schreibt in seiner einzigartigen Anleitung „Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht“ (Graco Verlag: Berlin 2007), das Konfrontationsmuster Verkäufer-Käufer stamme aus dem industriellen Zeitalter und gehöre deshalb der Vergangenheit an (S. 13). Es gehe beim Verkauf nicht mehr darum, etwas loszuwerden, sondern darum, etwas hinzuzugewinnen. Genau! Und das auch aus Sicht des Fisches bzw. des Kunden! Das bedeutet, die Verantwortung für ein gelungenes Verkaufsgespräch könnte man durchaus auch beim Kunden sehen. Meine Erfahrung zeigt, dass man im spielerischen Rollentausch (ich als Kunde führe ein perfektes Verkaufsgespräch mit dem Verkäufer) herausfindet, mit welchen Strategien man Menschen für sich und seine Sache gewinnen kann. Und daraus potenziert sich ein beiderseitiger Nutzen: Der Verkäufer fühlt sich wertgeschätzt, findet mich sympathisch, berät mich besser als andere Kunden, ich bin zufriedener mit dem, was ich einkaufe. Und nicht zuletzt falle ich positiv aus der Rolle und man erinnert sich an mich.

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