9 Wegweiser zu einer gelungenen Präsentation – Teil 1: Botschaft

Wann ist eine Präsentation gelungen? Und wann sieht man als Vortragender nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch gut – weil man die Teilnehmer erreicht, sie überzeugt hat und dabei dem „Plan“ bzw. Ziel ganz treu bleiben konnte?

Aus meiner Sicht ist die Antwort darauf: gelungen und erfolgreich ist eine Präsentation, wenn sie wertschätzend geplant wurde. Nun ist Wertschätzung zunächst ein ‚weiches‘ Wort. Verwende ich Wertschätzung aber als Gradmesser für weniger gelungene Präsentationen, die ich selbst erlebt habe, kann ich den mangelnden Erfolg durchaus immer ‚knallhart‘ auf mangelnde Wertschätzung zurückführen. Dazu später im Text mehr.

Das Schöne an der Wertschätzung ist, dass sich mit ihr als Leitlinie ein Plan ergibt, mit dem Sie sich auf Präsentationen vorbereiten können. Dieser Plan besteht aus 9 Elementen oder Leitmotiven, die sich wie folgt ergeben: Jede Präsentation hat 3 Eckpfeiler oder ‚Bestandteile‘ – das Thema, den/die Redner/in und die Teilnehmer, also das Publikum. Weiterlesen

re:publica 2011

Mein erstes Mal – so war’s bei mir.

Nähe und Distanz

3000 Menschen drei Tage lang auf einem Fleck – und alle eint das Interesse an Blogs, sozialen Medien und der digitalen Gesellschaft. Dass sich so viele Digitale in der Kohlestoffwelt treffen und mit geballter sozialer Kompetenz vor Ort finden, unterhalten, austauschen und einander vorstellen: das ist großartig und funktioniert hervorragend. Wie so viele andere Blogbeiträge schon resümierten: alleine dafür lohnt sich dieses Event.

Die weniger digital-affinen Menschen aus unserem Umfeld zweifeln oft daran, dass über Twitter und/oder Facebook Nähe entstehen kann. Ich behaupte: Wen ich über Twitter aus der ‚Ferne‘ als interessant erlebe, der ist es auch im echten Leben aus der Nähe betrachtet. Seine ‚Kontakte‘ werden zu meinen Kontakten. Die 30 bis 50 Leute, die ich ohnehin schon ‚in echt‘ kannte, haben mir jeweils 1 bis 10 neue Menschen vorgestellt. Kurz hochrechnen… Aus diesem Grund musste ich mich zwei Mal in den drei Tagen absentieren, um nicht ‚overwhelmed‘ zu sein. Weiterlesen

Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 4 und Ende.

Lesen Sie den ersten Teil hier,  den zweiten Teil hier und den dritten Teil hier.

Auftritt – Mut und Training

Lampenfieber verhindert eindeutig, dass man sich gut fühlt auf der Bühne. Abgesehen von Proben ist es wichtig, die Situation zu kennen und zu analysieren. Vor allem den Raum zu kennen und erfahren zu können, bevor man sich in das Abenteuer stürzt. Darum sind Pecha-Kucha-Veranstaltungen so angenehm: Sie laufen immer wieder nach einem bestimmten Schema ab – oft auch am gleichen Ort. Und sie ermutigen dazu, mutig zu sein! Sich als Pecha-Kucha-Redner anzumelden bedeutet, sich die Geschichte von Paul Potts zum Vorbild zu machen. D.h. die Angst zu überwinden und zu sehen – es kann anders kommen: Wer über den eigenen Schatten springt und findet möglicherweise Spaß daran, andere Menschen auf der Bühne zu begeistern. Um sich auf der Bühne gut zu fühlen und gut auszusehen, muss man jedoch eines auf jeden Fall tun: proben bzw. trainieren.

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Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 3.

Lesen Sie den ersten Teil hier und den zweiten Teil hier.

Visualisierung

Gut Aussehen und gut Fühlen hat in Präsentationen auch viel mit dem Präsentationsdesign und der Visualisierung zu tun, d.h. in den meisten Fällen mit PowerPoint oder Keynote. Beim zweiten Schritt, der Visualisierung, geht die Kernbotschaft allerdings oft wieder verloren, weil man zur inhaltlichen Sicherheit doch die anderen Kerne, den ganzen Apfel, ein ganzes Kilo Äpfel oder gleich einen ganzen Obststand – metaphorisch gesprochen – illustriert. Pecha Kucha verwendet Bilder, und es ist deshalb viel einfacher, sich auf die eine Kernbotschaft zu konzentrieren. Um die Kernbotschaft zu finden und sie gut zu visualisieren, tue ich folgendes: Computer ausschalten – und ran ans Papier. Sortieren, spielerisch mit Inhalten jonglieren und dabei schon Spaß haben geht am Besten mit Haftnotizen (also PostIts). Dabei findet man schnell heraus, welche Inhalte mir als Redner und somit auch anderen Spaß bringen werden.

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Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 2.

Lesen Sie den ersten Teil hier.

Wie gelingt Pecha Kucha?

Der springenden Punkt ist und bleibt deshalb wie oben erwähnt : Damit Pecha Kucha gelingt, muss derjenige oder diejenige auf der Bühne in dem Moment auch Spaß haben. Das wirft wiederum die Frage auf, wie man es schafft, als Pecha-Kucha-Redner nicht nur gut auszusehen sondern sich auch möglichst gut zu fühlen. Woran sich die zusätzliche Frage anschließt, in wie weit diese ‚Regeln‘ auch für ’normale‘, längere Präsentationen gelten.

Das Zauberwort ist Leidenschaft, die positiven Emotionen: Bei Pecha-Kucha-Veranstaltungen kann und soll man sich ein Thema aussuchen, für das man brennt, für das man eine Leidenschaft hat, das man liebt. Damit macht man es sich vor einem Publikum, das begeistert werden möchte, erst einmal leichter.

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