re:publica 2011

Mein erstes Mal – so war’s bei mir.

Nähe und Distanz

3000 Menschen drei Tage lang auf einem Fleck – und alle eint das Interesse an Blogs, sozialen Medien und der digitalen Gesellschaft. Dass sich so viele Digitale in der Kohlestoffwelt treffen und mit geballter sozialer Kompetenz vor Ort finden, unterhalten, austauschen und einander vorstellen: das ist großartig und funktioniert hervorragend. Wie so viele andere Blogbeiträge schon resümierten: alleine dafür lohnt sich dieses Event.

Die weniger digital-affinen Menschen aus unserem Umfeld zweifeln oft daran, dass über Twitter und/oder Facebook Nähe entstehen kann. Ich behaupte: Wen ich über Twitter aus der ‚Ferne‘ als interessant erlebe, der ist es auch im echten Leben aus der Nähe betrachtet. Seine ‚Kontakte‘ werden zu meinen Kontakten. Die 30 bis 50 Leute, die ich ohnehin schon ‚in echt‘ kannte, haben mir jeweils 1 bis 10 neue Menschen vorgestellt. Kurz hochrechnen… Aus diesem Grund musste ich mich zwei Mal in den drei Tagen absentieren, um nicht ‚overwhelmed‘ zu sein. Weiterlesen

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Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 3.

Lesen Sie den ersten Teil hier und den zweiten Teil hier.

Visualisierung

Gut Aussehen und gut Fühlen hat in Präsentationen auch viel mit dem Präsentationsdesign und der Visualisierung zu tun, d.h. in den meisten Fällen mit PowerPoint oder Keynote. Beim zweiten Schritt, der Visualisierung, geht die Kernbotschaft allerdings oft wieder verloren, weil man zur inhaltlichen Sicherheit doch die anderen Kerne, den ganzen Apfel, ein ganzes Kilo Äpfel oder gleich einen ganzen Obststand – metaphorisch gesprochen – illustriert. Pecha Kucha verwendet Bilder, und es ist deshalb viel einfacher, sich auf die eine Kernbotschaft zu konzentrieren. Um die Kernbotschaft zu finden und sie gut zu visualisieren, tue ich folgendes: Computer ausschalten – und ran ans Papier. Sortieren, spielerisch mit Inhalten jonglieren und dabei schon Spaß haben geht am Besten mit Haftnotizen (also PostIts). Dabei findet man schnell heraus, welche Inhalte mir als Redner und somit auch anderen Spaß bringen werden.

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Fire and emotion – emphatic presentations.

(Interactive talk at BDVT-workshop, Petersberger Trainertage on 23 April 2010)

Go to German Version

‚Empathy‘ was one of the three topics at the workshop ‚People make markets – future qualifications‘ at Petersberger Trainertage, and the empathy-part looked for answers to the questions: What significance has empathy as a future qualification for people acting on markets? And what exactly does empathy mean? The ‚people‘ at the workshop on that day were training and business consultants and coaches, HR and marketing specialists. Being a presentation consultant my focus lay on empathy in presentations. Presentations – in my view – also comprising those short ‚pitches‘ that we do when introducing ourselves to somebody else at a conference like Petersberger Trainertage, for example.

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Feuer und Emotion – empathisch präsentieren.

(Interaktiver Vortrag im Rahmen des BDVT-Workshops bei den Petersberger Trainertagen am 23. April 2010)

Hier geht’s zur englischen Fassung.

Der Part „Empathie“ im Rahmen des Workshops „Menschen machen Märkte – Zukunftsqualifikationen“ auf den Petersberger Trainertagen befaßte sich mit der Beantwortung der Fragen: Welche Bedeutung hat Empathie als Zukunftsqualifikation für Menschen, die auf Märkten agieren? Und was ist Empathie eigentlich genau? Mit ‚Menschen‘ waren in diesem Fall vor allem Trainer, Berater, Coaches, Personalentwickler und Marketingspezialisten gemeint (das Publikum vor Ort). Und – da mein Arbeitsfeld die Präsentationsberatung ist – ging es vor allem um Empathie in Präsentationen. Präsentationen wiederum sind in meiner Betrachtungsweise z.B. auch jene kurzen ‚Pitches‘, die man seinem Gegenüber präsentiert, wenn man sich auf einem solchen Kongreß einander vorstellt.

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Wie finde ich zur Kernaussage?

Was ist das Wesentliche? Bildhauerei – eine treffende Metapher im Hinblick auf die Kernbotschaft.
(Please scroll down for English version)

Schon vor Jahren hörte ich von Andreas Bornhäußer die Geschichte über Michelangelo: Dieser hatte zur Entstehung seiner Skulptur des „David“ gesagt, er habe einfach nur das Überflüssige vom Marmorblock weggehauen, um das eigentliche Bildnis des David zu zeigen. Buonarroti verstand seine Kunst folglich als eine Befreiung seiner Vision von all dem, was vom Wesentlichen ablenkt. — Und genau so sollte es auch mit Präsentationen sein. Überlegen Sie zu jedem Zeitpunkt: Was ist meine Kernaussage? Und ist diese Folie bzw. dieses Stichwort bzw. diese Ausführung wesentlicher Bestandteil dieser Kernaussage? Wenn nicht, dann ‚hauen‘ Sie sie weg.

taking-away-what-distracts-from-the-essence

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