Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 3.

Lesen Sie den ersten Teil hier und den zweiten Teil hier.

Visualisierung

Gut Aussehen und gut Fühlen hat in Präsentationen auch viel mit dem Präsentationsdesign und der Visualisierung zu tun, d.h. in den meisten Fällen mit PowerPoint oder Keynote. Beim zweiten Schritt, der Visualisierung, geht die Kernbotschaft allerdings oft wieder verloren, weil man zur inhaltlichen Sicherheit doch die anderen Kerne, den ganzen Apfel, ein ganzes Kilo Äpfel oder gleich einen ganzen Obststand – metaphorisch gesprochen – illustriert. Pecha Kucha verwendet Bilder, und es ist deshalb viel einfacher, sich auf die eine Kernbotschaft zu konzentrieren. Um die Kernbotschaft zu finden und sie gut zu visualisieren, tue ich folgendes: Computer ausschalten – und ran ans Papier. Sortieren, spielerisch mit Inhalten jonglieren und dabei schon Spaß haben geht am Besten mit Haftnotizen (also PostIts). Dabei findet man schnell heraus, welche Inhalte mir als Redner und somit auch anderen Spaß bringen werden.

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Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 2.

Lesen Sie den ersten Teil hier.

Wie gelingt Pecha Kucha?

Der springenden Punkt ist und bleibt deshalb wie oben erwähnt : Damit Pecha Kucha gelingt, muss derjenige oder diejenige auf der Bühne in dem Moment auch Spaß haben. Das wirft wiederum die Frage auf, wie man es schafft, als Pecha-Kucha-Redner nicht nur gut auszusehen sondern sich auch möglichst gut zu fühlen. Woran sich die zusätzliche Frage anschließt, in wie weit diese ‚Regeln‘ auch für ’normale‘, längere Präsentationen gelten.

Das Zauberwort ist Leidenschaft, die positiven Emotionen: Bei Pecha-Kucha-Veranstaltungen kann und soll man sich ein Thema aussuchen, für das man brennt, für das man eine Leidenschaft hat, das man liebt. Damit macht man es sich vor einem Publikum, das begeistert werden möchte, erst einmal leichter.

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Pecha Kucha? Nichts für Kuscher. — Teil 1.

Warum Pecha Kucha ein tolles Präsentationsformat ist – und was man davon für Präsentationen allgemein lernen kann.

Was ist Pecha Kucha ぺちや  くちや?

 

Worum es ursprünglich ging

Pecha Kucha (jap. „Geplauder“) war ursprünglich als ein Veranstaltungsforum für Kreative gedacht. Dort sollten Künstler, Architekten und Musiker einem breiten Publikum ihre Ideen vorstellen können, d.h. das, wofür sie ‚brennen‘. Damit die Sprecher in ihrer Begeisterung nicht gnadenlos ihre Redezeit überbeanspruchten, kamen die Organisatoren auf die Lösung einer Kurz-Präsentation: 20 Folien, die je 20 Sekunden gezeigt und automatisch weitergeschaltet werden. Somit hat jeder Sprecher – egal wer er oder sie ist – genau 6 Minuten und 40 Sekunden Zeit. Eine Variante (und ein anderes weltweites Veranstaltungsnetzwerk) sind Ignite-Speeches, die noch flotter sind: 20 Folien à 15 Sekunden, d.h. insgesamt 5 Minuten.

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